Tempel Pura Taman Ayun - Der Tempel des schwimmenden Gartens
Es ging weiter Richtung Norden in den Ort Mengwi. Das nächste Ziel war der Tempel
Pura Taman Ayun.
Erbaut wurde der Tempel im Jahr 1634 auf einer Flussinsel und galt als einer der schönsten der Insel Bali.
Da Kinder neun verschiedene Tempel besuchen sollten, entschied der Erbauende Prinzregent von Mengwi, dass für Kinder ein Besuch dieses Tempels den Besuch von neun Tempeln ersetzen sollte, so Huli.
Na ja wenn es stimmt, schön für die Kinder und die Familien, die dann nicht mehr so weit mit den Kindern reisen mussten.
Der Tempel war wirklich sehr schön und nicht so überlaufen von Touristen. Wir drehten eine Runde um das rechteckige, riesige Wasserbecken und gingen auch durch das kleine Museum mit alten Baron Kostümen und Masken. Nur war es natürlich wieder sehr heiß und wir freuten uns, als wir wieder im klimatisierten Bus waren.
Die Fahrt in Richtung Norden ging weiter und in einer sehr grünen und Landwirtschaftlichen Gegend aus vielen Reisfeldern bogen wir nun von der Hauptstraße ab, mitten in die Reisfelder, die an den sanften Hügeln der Gegend angelegt waren. Nach einer Weile stoppte der Reisebus und wir stiegen aus. Mitten zwischen den Feldern.
Mit Mountainbikes und E-Antrieb durch die Reisfelder Balis
Nun mussten wir einen Feldweg hinunter gehen und trafen dort auf einen Fahrradverleih. Im Angebot waren E- Mountain Bikes. Alle vom gleichen Modell und alle mit Zusatzakku. Jeder konnte sich eines aussuchen, wobei jeder den Lenker und die Sitzhöhe einstellen konnte. Wer Dabei Hilfe brauchte, dem halfen die Angestellten. Alle Bikes waren voll geladen und Einsatzbereit. Nach dem sich jeder für eines entschieden hatte und wer wollte, auch einen Helm hatte, konnten wir erstmal einige Testrunden auf dem Gelände drehen. An allen Rädern war die Gangschaltung auf den zweiten Gang eingestellt und blockiert. Wir sollten nur mit dem E-Antrieb schalten, der fünf Stufen hatte.
Ich trat ein mal leicht in die Pedale mit Stufe zwei und nach einer Sekunde schoss das Ding los. Das Vorderrad in der Luft. Die Bikes waren nicht gedrosselt, wie sie bei uns verkauft werden, sondern eben asian like. Das machte Spaß und nach einigen Metern waren das Bike und ich eins. Auch Susanne hatte sich an ihres gewöhnt und die Tour ging mit einem Guide los. Erstmal auf die Straße, den Berg auf bis zu einem Touristenrestaurant mit Aussichtspunkt. Dort hielten wir und gingen hinunter.
Dann ging es in die Feldwege. Hier mache es nun besonders Spaß, nur waren einige der Gruppe nicht so recht mit dem Fahren in einer Gruppe geübt und machten Fehler, wie plötzlich zu stoppen. Daher fuhr ich dann schnell lieber direkt hinter unseren Guide oder auch vor ihm. Wir stoppten an mehren Aussichtspunkten und nutzten auch Bergauf die volle Leistung von Stufe fünf, bis wir wieder am Fahrradverleih waren.
Wassertempel Pura Ulun Danu
Hier gaben wir die Fahrräder wieder ab und liefen nun ein Stück die Straße hinauf zu dem Restaurant "
Keuma Coffee and Eatery". Hier trafen wir die Mitreisenden , die nicht mitgefahren waren. Das Mittagessen war heute inklusive und es gab ein Buffet auf der Terrasse. Neben gebratenem Reis und gebratenen Nudeln gab es auch Sate Ayam. Hühnerfleisch und verschiedenes Gemüse.
Nach dem Mittagessen stand auch unser Bus wieder vor dem Restaurant bereit. Wir stiegen ein und fuhren zu dem Wassertempel
Pura Ulun Danu, einem bedeutenden Tempelkomplex des balinesischen Hinduismus. Erbaut wurde der Tempel im Jahr 1663 für die balinesische Wasser-, See- und Flussgöttin Dewi Danu.
Den Tempel hatten wir bereits bei unseren ersten Indonesienreise besichtigt und waren überrascht, wie sehr es sich alles verändert hatte.
Der einst wenig besuchte und ruhig gelegene Tempel hatte sich in einen regelrechten Freizeitpark entwickelt. Kinderspielplätze, grell-bunte Figuren und Kostümverleih für Fotos inklusive. Die Straßenhändler waren inzwischen einen riesigen Markt aus Hütten und Häusern gewichen. Alles war laut und überlaufen.
Aussichtspunkt über den See Danau Buyan
Die Fahrt ging nun um den See Danau Buyan, der 1 214 m über dem Meeresspiegel liegt, weiter in die Berge. An einem Aussichtspunkt machten wir eine Pause. Hier wurde auch auf Schildern vor den Affen gewarnt, aber wir begegneten keinen. Nach dem alle den Ausblick auf den See und die umliegenden Vulkane genossen hatten ging es weiter zu unserem Hotel im Regenwald.
Es setzte dichter Nebel ein und wir fuhren viele Serpentinen herauf, bis wir dann endlich bei einsetzender Dunkelheit das Hotel
Munduk Sari Resort erreicht hatten. Die vielen einzelnen Hütten waren auf weiten Wegen durch den dichten Regenwald über viele Treppen und Wege erreichbar. Das erste zugewiesene Bungalow 27 war ganz am Ende der Wege und ich schaffte es nicht, dort hin zu wandern. Mir blieb einfach die Luft weg. Daher erhielten wir die Suite Nr. 20 nahe dem Restaurant. Schade, das Hotel hatte auch einen tollen Infinity-Pool mit Blick in die bewaldeten Berge, aber um diese Uhrzeit war es zu kühl (18°) und dunkel, um Schwimmen zu gehen. Daher richteten wir uns ein, verstauten alles was nicht von Mäusen und Ratten angenagt werden sollte in speziellen Plastikboxen und gingen um 19:00 Uhr zum Abendessen im Hotel.
Wir beide aßen aber nur Frühlingsrollen mit BBQ Sauce. Nach dem Essen schrieb ich noch den täglichen Reisebericht auf der Terrasse der Hütte bei dem letzten Bier aus dem Laden in Ubud. Dann ging es ins Bett.